Mittwoch, 6. März 2013

Rezension zu Selection



Spannender Trilogie-Auftakt:

Selection

von

Kiera Cass

   
Inhalt:

America Singer ist 17 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrer Familie in Illeá. Die Gesellschaft in Illeá ist unterteilt in sogenannte Kasten, welche den Status jeden Bürgers angeben. Diese Kasten werden von den Zahlen eins bis acht dargestellt, wobei der Status eins der Beste ist und nur für die königliche Familie vorbehalten wird. Die achte Kaste ist die niedrigste und somit der schlechteste Status.

America und ihre Familie gehören der Kaste fünf an, was bedeutet, dass es ihnen nicht vollkommen schlecht geht, es ihnen aber bei weitem besser gehen könnte. Sie sind eine Künstlerfamilie und bekommen ihr Geld durch musizieren und durch malen von Bildern. Doch oft ist das Geld knapp und das Essen reicht nicht um alle Familienmitglieder vollkommen satt zu bekommen.
  
Jedoch gibt es Familien, welche unter noch schlimmeren Bedingungen leben müssen. Jene welche den Kasten sechs bis acht angehören. Americas Familie ist mit einer sechser Familie befreundet und sieht dadurch wie schlecht es anderen gehen kann. Aspen ist der älteste Sohn dieser sechser Familie und da sein Vater starb, auch nun für sie verantwortlich. Sechser Familien verdienen ihr Geld durch Diener-, und oder Reinigungsarbeiten, welche nicht wirklich Anerkennung von den höheren Kasten erhalten. 
 
Aspen und America sind seit zwei Jahren ein heimliches Paar und verstoßen so gegen das Gesetz.  Verpaarungen zwischen Fünfern und Sechsern werden nicht gern gesehen, zudem beinhalten sie viele Dokumente, welche genehmigt werden müssen. Dieser Prozess dauerte ca. drei Monate, um der höheren Kaste die Gelegenheit zu geben über diesen Schritt noch einmal nachdenken zu können. Sollte der Partner mit der höheren Kaste sich für die Vermählung entscheiden, wird dieser automatisch auf die schlechtere Kaste gestuft. Doch America ist dies egal, sie liebt Aspen und er liebt sie.

Als schließlich _Der Brief_ ins Haus der Singers flattert, ändert sich jedoch alles, denn das Königshaus lädt zum Casting. Dies bedeutet, dass sich alle Bürgerinnen zwischen 16 und 22 von Illeá für die Auslosung der 35 Auserwählten bewerben können, um eventuell die Braut des Prinz Maxon zu werden.

America ist überhaupt nicht begeistert sich für dieses dumme Casting bewerben zu müssen, doch ihre Mutter sieht das anders. Denn das ist schließlich die Möglichkeit für die Familie in eine bessere Kaste gestuft zu werden. Doch nicht ihre Mutter überredet  America, sich beim Casting zu bewerben sondern Aspen.  Dieser ist nämlich der Meinung, dass America, diese Chance nutzen und bei einer Aussicht auf ein besseres Leben nicht im Weg stehen sollte.

America wird schließlich unter die letzten 35 Mädchen gewählt und es beginnt ein aufregendes Abenteuer und nicht nur für sie, sondern auch für den weltfremden Prinzen.


  
Meine Meinung – Achtung Spoiler


Lange habe ich auf dieses Buch gewartet und dann hatte ich es endlich in den Händen und konnte anfangen. Doch die Freude war dann schnell erloschen, da ich feststellen musste, dass es wieder eine Dreiecksgeschichte werden würde. Ich hatte gehofft, dass dieses Klischee irgendwann vollends bedient sei. Auch wenn es mich geärgert hat, wieder so ein Buch lesen zu müssen, war es dann doch gut geschrieben trotz üblicher Klischeebedienung.

Der Schreibstil war leicht und flüssig, sodass ich das Buch sehr schnell ausgelesen hatte. Die Situation von Illeá und wie es zu diesem Amerika gekommen ist war leicht und verständlich beschrieben. Die Rolle der Rebellen wurde in diesem Teil nur angeschnitten, daher denke ich, dass der zweite Teil mehr auf dieses Thema eingehen wird, was noch viel Spannung verspricht.



Die Charaktere


Maxon fand ich von Anfang an toll auch wenn America dies nicht so sah. Doch wie sie mit ihm umgegangen ist, war sehr faszinierend. Sie hat ihn nicht wie ein Mitglied der königlichen Familie behandelt, sondern wie jemanden den sie überhaupt nicht leiden kann, was meiner Meinung nach, mit den Gefühlen zu Aspen und ihren Vorurteilen zu tun hat.


<<Aber der Prinz sah steif und angespannt aus, und sein gesamtes Outfit wirkte unecht und zu glatt. Er kam mir mehr wie ein Gemälde als wie ein lebender Mensch vor. Ich bedauerte das Mädchen beinahe, das seine Frau werden würde. Sie würde wohl ein fruchtbar langweiliges Leben haben.>>
Seite 50/51


Americas anfängliche Einstellung des Prinzens gegenüber hat mir immer wieder einen kleinen Stich ins Herz versetzt, weil ich von Anfang an auf der Seite des Prinzens stand und nicht auf der von Aspen. Ich persönlich fand den Maxon recht süß, seine Lebensumstände sorgten dafür, dass er nicht viel Erfahrung mit Frauen besitz. Sein Charakter wächst jedoch im Laufe des Buches, was ich ebenfalls sehr gut fand. Seine Versuche das Volk besser zu unterstützen, fand ich ebenfalls sehr schön und sein Vater sollte sich ein Beispiel an ihm nehmen. Am besten fand ich jedoch die beiden Szenen in der er seine königliche Autorität zeigte, da bekam ich eine richtige Gänsehaut und fand es verdammt sexy.

  
<<Machen sie die Türen auf und lassen sie das Mädchen los. Sofort!>>
Seite 130


<<Nein!>> … <<Sie vergessen sich, Lady America. Es wäre angebracht, sich daran zu erinnern, dass Sie den Thronfolger von Illeá vor sich haben. Ich bin sozusagen Herrscher dieses Landes und habe nicht die Absicht, mich von Ihnen in meinem eigenen Zuhause so behandeln zu lassen. Sie müssen meine Entscheidungen nicht gutheißen, aber Sie WERDEN sie befolgen.>>
Seite 326


Von Aspen weiß ich noch gar nicht so richtig was ich von ihm halten soll. Er will nur das Beste für America, er ist lieb und nett aber irgendwie mag ich ihn nicht. Verständlich aber nicht unbedingt gut fand ich, dass er America nicht aufgeben wird und auch weiter hin für seine Liebe kämpft.
  
Das wir Americas Entscheidung wem ihr Herz nun wählt, nicht in diesem Buch erfahren, war mir schon von Anfang an klar, jedoch muss ich sagen, dass ich auf der Seite vom Prinzen stehe und hoffe das America sich für ihn entscheiden wird.
  
Nicht nur Americas Entscheidung für welchen Mann sie sich entscheidet bleibt offen sondern auch die Frage was es mit dem Rebellen auf sich hat. Außerdem wird angeschnitten, dass die wahre Geschichte Illeás wohl nicht wirklich stimmt, so wie sie erzählt wird. Auch in diesem Punkt dürfen wir Leser wohl noch mit einigem rechnen. 


Fazit
  

Ich fand dieses Buch richtig gut und ich denke, dass der zweite Teil noch viel für uns bereithalten wird, da das Ende ja doch recht abrupt war.

Ich bin gespannt wie sich America in Sachen Männer entscheiden wird, oder verliebt sich Maxon doch in eine andere Kandidatin? Was ich natürlich nicht hoffe.

Dann sind da noch die Andeutungen auf die wahre Geschichte Amerikas und die erwähnten  Rebellen, welche sicher auch noch eine große Rolle spielen.

Viele Fragen bleiben also offen und lassen einen spannenden zweiten Teil erwarten.

Ich vergebe 4 von 5 Rosen an Selection und hoffe auf das baldige Erscheinen der Fortsetzung. 



 



Bewertung:








Kommentare:

  1. Huhu ;),

    die Dreiecksgeschichte hat mich auch genervt -.-
    Vor allem, weil ich Maxon tausendmal sympathischer finde als den nervigen Aspen. Allerdings konnte man die Geschichte auch schon vom Klappentext her erahnen...

    Ich finde die Geschichte von Illeá nicht unbedingt ganz klar und hoffe dass darüber und über die Rebellen im zweiten Teil mehr Informationen kommen. Dann könnte die Spannung vielleicht noch über "Wird sie Maxon endlich küssen?" hinauskommen ;).

    Maxon ist mein Liebling des Buches. Wie er mit der anfangs doch etwas unverschämten America umgeht, aber auch sein gutes Herz finde ich klasse. Und die Stellen, in denen er, wie du sagst, seine königliche Autorität zeigt, sind super, weil sie zeigen, dass er sich nicht alles gefallen lässt.

    America fand ich schön selbstbewusst, manchmal aber auch nervig, vor allem als sie Aspen küsst und sich dann doch für Maxon entscheidet. Hallo?!

    Das Ende fand ich auch etwas abrupt :(.

    Auf jeden Fall eine tolle Rezi, kann dir nur zustimmen!

    LG =)
    Charlie

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    1. Danke dir für dein Kommi und ich freue mich das dir die Rezi gefallen hat.

      Ja Aspen ist auch nicht mein Ding und ich mag es solche Dreieckssachen auch nicht. Den Klappentext hatte ich etwas anders verstanden oder besser gesagt gehofft, das Aspen irgendwann gar keine Rolle mehr spielen würde. Als er da im Palast aufgetaucht ist hätte ich das Buch am liebsten in die nächste Ecke geschmiessen. Ging es dir da auch so?

      Ich denke das die Rebellen und die Geschichte Amerikas noch eine große Rollen im zweiten Teil spielen werden. Danach werden wir schlauer sein ;-)

      Liebe Grüße und ich hoffe du kommst bald mal wieder vorbei ...

      Vampir_Addict

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    2. Ja, ich war sowas von sauer, als dieser Typ plötzlich wieder auftauchte. Das hat mir das ganze Ende versaut :/. Wo es doch gerade zwischen Maxon und America so gut lief *schnüff*. Das einzige, was mich davon abhalten konnte, das Buch in die Ecke zu schmeißen, war, dass es geliehen war :D.

      Ich werde es versuchen, habe im Moment etwas Zeitmangel :(, aber es ist mir schon echt peinlich, dass ich so lange nicht mehr kommentiert habe...

      LG

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