Freitag, 19. Juli 2013

Rezension zu "Eine tollkühne Lady" ...



Eine tollkühne Lady“, erster Teil der 
 

Spice Trilogie
 

von
 

Gealen Foley.





Inhalt: 
 
Georgiana Knight, lebt mit ihrem beiden Brüdern Derek und Gabriel,  sowie mit ihrem Vater in Indien. Georgiana ist nicht wie alle anderen Frauen schon gar nicht wie die in London, welche sich schnell und reich verheiratet sehen wollen. Sie möchte in Freiheit leben und eine Ehe bedeutet für sie nur unter dem Pantoffel des Mannes zu stehen. Doch eines Tages steht sie dem gutaussehenden, kultivierten, Diplomaten Ian Prescott gegenüber und muss sich eingestehen, dass sie diesen Mann sehr gern viel näher kommen möchte als ihr eigentlich lieb ist.
 
Für Georgiana und auch Ian beginnt eine anstrengende aber auch lebensgefährliche Geschichte, wo sie nicht nur die Dämonen Indiens bekämpfen müssen sondern auch die, die schon Jahre in ihnen selbst leben.
 
 

Die Charaktere:
 
Georgiana war eine tolle Frau, welcher ich in vielen Dingen nur zustimmen konnte. Vor allem bei ihren Vorurteilen gegenüber den indischen Traditionen, welche auf eine Frau zukommen, sollte ihr Mann sterben. Ich konnte bei diesen Szenen nur den Kopf schütteln und fand Georgianas Mut in dieser Beziehung großartig aber auch richtig. Ich meine welche Frau möchte sich nach dem Tod ihres Gatten in ein Feuer stürzen um ihm zu folgen? Und dann auch noch wenn man diesen Gatten noch nicht einmal geliebt hat, sondern mit ihm zwangsverheiratet wurde?
 
Nicht nur in dieser Beziehung fand ich Georgiana toll, sondern auch, weil sie immer versucht hat ihren eigenen Kopf durchzusetzten obwohl die Gesellschaft im frühen 19. Jh. dies nicht wirklich billigte. Georgiana war für ihre Zeit in der sie lebte eine Frau die wusste was sie wollte und vor allem was sie nicht wollte und dies hat sie auch immer deutlich zum Ausdruck gebracht, nicht zuletzt vor dem gut aussehenden Marquess.
 
Auch Ian war ein sehr schöner Charakter, der mir durch seine Art sofort ans Herz gewachsen war. Auch wenn er anfangs ein wenig steif daher kam, wurde in seinen inneren Monologen schnell klar, dass er ein gänzlich anderer ist, als er vorgibt zu sein. Erst relativ zum Schluss zeigt Ian sein wahres Ich und ich kann nicht sagen, dass dieses mir nicht gefallen hätte.
  


Meine Meinung:

Die Geschichte spielt im frühen 19. Jh.  und ich lese sehr gern solche Bücher, besonders welche in London spielen, hier hat der Anfang in Indien gespielt, was die Geschichte jedoch nicht weniger lesenswert gemacht hat. Die tollen indischen Kleider und Schmuckstücke, welche beschrieben wurden, haben mich völlig verzaubert und ich kann mir immer noch das leise Klingeln von Georgianas Fussglöckchen vorstellen. 

Es war eine aufregende Story, welche Spaß gemacht hat sie zu lesen. Es kamen viele Charaktere darin vor, welche schon in früheren Büchern von Frau Foley ihre Hauptrollen hatten, besonders die Knight Familie spielt hier eine große Rolle. „Eine tollkühne Lady“ war jedoch mein erstes Buch dieser Autorin und es hätte wahrscheinlich nicht geschadet die „Knight Miscellany Serie“ vorher gelesen zu haben.

Vom Verständnis her kann man aber auch „Eine tollkühne Lady“ eigenständig lesen, wer jedoch schon ein Bild von der Familie Knight haben möchte, da ihre Charaktere wirklich häufig in diesem Buch auftauchen, sollte sich der 7 teiligen „Knight Miscellany“ Reihe vorher widmen. 


Fazit:

Ich vergebe für dieses Buch vier Fledermäuse, eine Maus ziehe ich ab, da ich von diesem Buch ein wenig mehr erwartet habe. Trotzdem kann ich dieses Buch reinen Gewissens empfehlen. Wer auf romantische, komplizierte Liebesgeschichten steht, ist mit „Eine tollkühne Lady“ richtig beraten.

Auf „Eine tollkühne Lady“ folgen noch zwei weitere Bände wo es sich bei dem Hauptcharakteren um die beiden Brüder von Georgiana handelt. 

Die Autorin:

Gaelen Foley wollte immer Autorin werden. Den idealen Zeitrahmen für ihre romantischen Geschichten fand sie, als sie sich mit dem englischen Regency beschäftigte. Für ihre Romane, die in insgesamt 12 Sprachen übersetzt wurden, hat sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Gaelen Foley lebt mit ihrem Mann Eric in Pennsylvania, USA.




 
Die Bewertung:
  






Das Cover 
 

    
Kaufdetails
 
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl:  384 Seiten
Preis: 7,99 €
Erscheinungsdatum: 12. März 2012
Originaltitel:  Her Only Desire
Reiheninfo: Klick
ISBN-10:  3862783073
ISBN-13: 978- 3-86278-307-6
  



Der Verlag:
 

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Die Leseprobe: Klick 




Dankeschön


An dieser Stelle möchte ich noch ein besonderes Dankeschön an den Mira Taschenbuchverlag richten, welcher mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.  
 
 

Kommentare:

  1. Hallo Judith,

    nun, dass mit der Tradition und den Sitten/Einstellungen besonders in fernen Ländern sehe ich etwas anderster. Klar ist es keine schöne Sache, wenn der Mann stirbt..muss die Frau auch dann ihm nachfolgen, aber das hat es in vielen Kulturen gegeben. Und hat sicherlich auch einen tieferen Sinn, der uns Europäerinnen eher wahrscheinlich verborgen bleibt, weil wir aus einem ganz anderen Kulturkreis kommen...

    Und auch keine Ahnung davon haben oder gibt es dazu im Buch etwas an Erklärung.

    Aber sonst denke ich mir, ist das ein tolles Roman einfach zum Abschalten und Träumen.

    LG..Karin..

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    1. Hallo Karin meine Liebe,

      schön, dass du dich wieder gemeldet hast. Ja wir Europäerinnen sind da vielleicht anders aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass eine Frau darauf scharf ist ihren Totten Gatten zu folgen. Natürlich tun sie es ( in vielen verschiedenen ) Kulturen, aber das heißt ja noch nicht das sie es auch wollen. Im Buch war es so, dass sie es nicht wollte und es nur getan ( hätte ) wegen der Konsequenzen welche nach einem weiter leben drohen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, bringt es Unglück sollten die Frauen, nach dem Tod des Gatten weiter leben. Aber ich meine und dass gilt für jede Kultur und ich spreche hier von LIEBE, dann würde kein Mann wollen, dass die Frau ihm in dem Tod folgt. Oder was meinst du?

      Liebe Grüße

      Judith

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  2. Hallo Judith,

    in Afrika finden es die Männer z.B. immer noch gut das Mädchen/Frauen beschnitten werden!
    Das finde ich, sehr sehr schlimm und ich möchte da kein Mädchen/Frauen sein. Auch scheint es bei den Frauen selber nur sehr langsam zum Umdenken zu kommen...

    Was macht man aus Liebe? Eine wirklich schwierige Frage oder?

    LG..Karin..

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  3. Ganz recht eine sehr schwierige Frage aber jeder ob Frau oder Mann sollte selbst entscheiden dürfen wie weit er für die Liebe geht.

    Ganz liebe Grüße

    Judith

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  4. Nun genau so sollte es sein, aber manchmal sind es einfach auch alte/verkrustete Vorstellungen und Einflüsse und deshalb bin ich auch froh das ich in Deutschland auf die Welt gekommen bin und nicht wo anderster!

    Einen schönen Tag und LG..Karin..

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